Dieses Bild ist durch KI erzeugt worden

Wenn der Drucker den Prozess bestimmt

In vielen Unternehmen sind mobile SAP-Prozesse längst etabliert. Wareneingänge werden direkt im Lager gebucht, Umlagerungen per Scanner durchgeführt und Produktionsmaterialien mobil bereitgestellt. Trotzdem endet die Digitalisierung oft genau dort, wo ein Etikett gedruckt werden muss.

Mitarbeitende müssen einen Drucker auswählen, zum richtigen Arbeitsplatz laufen oder Ausdrucke später einsammeln und den Vorgängen zuordnen. Was auf den ersten Blick wie ein kleiner Zwischenschritt wirkt, kostet im Alltag Zeit und verursacht unnötige Fehler. Dabei ist der Etikettendruck in vielen Prozessen ein zentraler Bestandteil der Materialverfolgung und Kennzeichnung.

Praxisbeispiel: Materialversorgung in der Produktion

Bei einem unserer Kunden werden Metall-Coils für die Produktionsversorgung bereitgestellt. Im Produktionsalltag kommt es regelmäßig vor, dass Coils nicht vollständig verbraucht werden und zurück ins Lager gehen.

Dabei muss:

  • der Bestand zurückgebucht werden
  • das Material neu gekennzeichnet werden
  • ein aktuelles Etikett gedruckt werden

Die Herausforderung: Die Mitarbeitenden befinden sich bei diesen Vorgängen an unterschiedlichen Orten im Werk. Ein fester Arbeitsplatz mit lokal zugeordnetem Drucker passt nicht zu diesem dynamischen Prozess.

Die Folge:

  • unnötige Laufwege
  • Wartezeiten am Drucker
  • aufwendige Druckerauswahl
  • erhöhte Gefahr von Fehldrucken

Gesucht war deshalb eine Lösung, bei der der Druckauftrag direkt dort ausgegeben wird, wo die Arbeit tatsächlich stattfindet.

Flexible Druckeransteuerung direkt aus dem mobilen SAP-Prozess

Mit MSB kann die Druckerauswahl vollständig in den mobilen SAP-Prozess integriert werden.

Der Anwender führt die Materialbuchung auf seinem mobilen Computer durch und entscheidet unmittelbar vor dem Druck, welcher Drucker verwendet werden soll.

Dabei sind verschiedene Szenarien möglich:

Variante 1: Drucker per Barcode auswählen

Jeder Drucker erhält einen eindeutigen Barcode. Der Mitarbeitende scannt den Barcode des nächstgelegenen Druckers und der Druckauftrag wird direkt an dieses Gerät gesendet.

Vorteile:

  • kein Suchen in Druckerlisten
  • eindeutige Zuordnung
  • besonders einfach für Gelegenheitsnutzer
  • flexibel bei wechselnden Arbeitsbereichen

Gerade in großen Lager- und Produktionsbereichen kann der Drucker quasi „im Vorbeigehen“ ausgewählt werden.

Variante 2: Mobile Drucker direkt am Mitarbeiter

In einigen Prozessen ist selbst der Weg zum nächstgelegenen Drucker noch zu viel. Hier können mobile Etikettendrucker eingesetzt werden, die am Fahrzeug oder direkt am Mitarbeitenden getragen werden. Das Etikett entsteht unmittelbar nach der SAP-Buchung.

Besonders geeignet für:

  • Kommissionierung
  • Produktionsversorgung
  • Kanban-Prozesse
  • Inventur
  • Außengelagerte Bereiche

Variante 3: Drucker automatisch anhand des Arbeitsplatzes bestimmen

Je nach Prozess kann der Drucker auch automatisch ermittelt werden. Beispielsweise anhand von:

  • Lagerbereich
  • Arbeitsplatz
  • Produktionslinie
  • Benutzer
  • Fahrzeug oder Stapler

Der Mitarbeitende muss dann überhaupt keine Druckerauswahl mehr treffen.

Direkte Druckeransteuerung im Lager per Barcode

Dieses Bild ist durch KI erzeugt worden

Warum gerade in SAP-Prozessen Flexibilität wichtig ist

Lager- und Produktionsprozesse verlaufen selten nach einem starren Muster. Materialien werden:

  • umgelagert
  • nachbearbeitet
  • zurückgelagert
  • geteilt oder konsolidiert

Die Orte, an denen ein Etikett benötigt wird, ändern sich entsprechend ständig. Deshalb sollte nicht der Anwender seinen Prozess an den Drucker anpassen müssen, sondern die Druckausgabe dem tatsächlichen Arbeitsablauf folgen.

Die Vorteile  der mobilen Druckeransteuerung auf einen Blick

  • Weniger Laufwege
    Der Ausdruck erfolgt dort, wo der Mitarbeitende gerade arbeitet.
  • Schnellere Prozessdurchführung
    Materialbuchung und Etikettendruck bilden einen durchgängigen Arbeitsschritt.
  • Weniger Fehldrucke
    Etiketten landen direkt am richtigen Ort und müssen nicht nachträglich gesucht oder zugeordnet werden.
  • Höhere Akzeptanz bei den Anwendern
    Die Druckersteuerung erfolgt intuitiv per Scan oder automatisch im Hintergrund.
  • Vollständige SAP-Integration
    Druckaufträge werden unmittelbar aus dem mobilen SAP-Prozess heraus ausgelöst, ohne Medienbruch oder zusätzliche Systeme.

Fazit: Mit MSB wird Drucken Teil des Prozesses

Der Etikettendruck sollte kein separater Arbeitsschritt sein, der den eigentlichen Lagerprozess unterbricht.

Mit MSB lässt sich die Druckeransteuerung nahtlos in mobile SAP-Anwendungen integrieren. Ob per Barcode-Scan, mobilem Drucker oder automatischer Auswahl: Der Anwender konzentriert sich auf seine Aufgabe, während der Druckauftrag dort ankommt, wo er benötigt wird.

So wird aus einem oft unterschätzten Prozessschritt ein echter Produktivitätsgewinn für Lager und Produktion.

Über mobisys

Seit über 30 Jahren stellt die mobisys GmbH mit ihren Software-Produkten die Basis für eine einfache und schnelle Implementierung von mobilen SAP-Prozessen. Ready-to-use Templates garantieren eine sofortige Umsetzung der einzelnen Prozesse. Der Mobisys Solution Builder® (MSB), ein ABAP Add-On, wird direkt in SAP integriert und ist unabhängig von Endgerät und Betriebssystem. Die MSB App ist Bestandteil unserer Lösung zur Nutzung der SAP-Applikationen auf mobilen Endgeräten.

Welchen Mehrwert bringt MSB für Sie?

SPRECHEN SIE UNS AN

Teile diesen Beitrag